Ländlich historische Baukultur beinhaltet vielerlei.

Auf dieser Seite finden Sie einige konkrete Beispiele
und per Klick eine systematische Übersicht zur Vielfalt ländlicher Baukultur.

 
Schild   Trafotürme
Trafoturm Lüdinghausen
Sie bezeugen die frühen Jahre der Elektrifizierung des Landes. Auch wenn sie nicht alle so attraktiv sind, wie dieses Anfang des 20. Jh. s errichtete Lüdinghauser Beispiel.
Dr. Ludger Schröer arbeitet zur Zeit an einer Dokumentation dieser aus dem Landschaftsbild immer mehr verschwindenden Geschichtszeugnisse.
  Hinweis  
  Hof in Südkirchen -    
  sensationelles Alter

1873:
Die Giebelinitialen "1873" lassen den unbefangenen Betrachter vermuten, dass dieses alte Gebäude aus dem 19. Jh. stammt. Doch  der geschulte Blick von Kennern historischer Baukultur hat einen viel älteren Kern zutage gebracht: Die Anordnung von Dachbalken und Rähm
ließen sie eine Errichtung des Kernbaus im 16. Jh. vermuten, was durch die dendrologischen Untersuchungen (1561) bestätigt wurde.

Bei der nach 1600 als veraltet geltenden Fachwerkbauform lagen die quer verlaufenden Dachbalken auf einem Außenwand-Längsbalken, dem sog. Rähm. Auf diesen Dachbalken ruhten die Dachsparren. 

Beim Hof Naber ist später auf die Dachbalken ein weiterer Querbalken gelegt worden,
wie das Bild zeigt.

Heute ist das Gebäude abgerissen. Aber zumindest die bemerkenswerte Architektur wurde erkannt und dokumentiert.

Traufseite